Das Institut
 

Das Institut für Kunst- und Körperpsychotherapie arbeitet im Bereich der phänomenologisch orientierten Therapieansätze. Sein Weiterbildungs- und Selbsterfahrungsangebot richtet sich sowohl an erfahrene Berater und Therapeuten als auch an interessierte Laien, die sich mit der eigenen Lebenserfahrung und Persönlichkeit auseinandersetzen wollen.

 

Es hat seine Schwerpunkte

- in der kunsttherapeutischen Ausdrucksarbeit (Maltherapie und plastisch-bildnerische Kunsttherapie), tiefenpsychologische Bildarbeit (katathymes Bilderleben),

  systemischer Bildanalyse und in der Theaterarbeit des "streaming theatre"

- in der systemischen Arbeit nach Virginia Satir, Bert Hellinger, Matthias Varga v. Kibed und Insa Sparrer

- in der traumatherapeutischen Arbeit nach Luise Reddemann und Regula Rickert

-  in der Wahrnehmungsschulung durch die Atem- und Körperpsychotherapie Wilhelm Reichs und seiner Schüler.

Diese Therapieansätze verbindet eine Ausrichtung der therapeutischen Arbeit auf den in jedem Menschen vorhandenen lebendigen Kern, seine Ausdehnung und Resonanz in biologischen und sozialen Handlungsfeldern, für welche der Biologe Rupert Sheldrake mit der Erforschung seiner morphogenetischen Felder und die moderne Neurobiologie wissenschaftliche Grundlagen geschaffen haben. Anthroposophische Ansätze in der Kunsttherapie finden hier ebenso ihren wissenschaftlichen Platz wie psychoanalytische und tiefenpsychologische Verfahren. Spirituelle Lebensfragen werden bei Bedarf in den therapeutischen Prozess einbezogen.

Erweitert werden diese therapeutischen Ansätze durch eine tiefenpsychologische Dimension der vorsprachlichen Entwicklung, welche vorgeburtliche und geburtliche Gefühle in den therapeutischen Prozess einbeziehen und zugänglich machen. Den vorsprachliche Entwicklungsraum erreicht die Psychoanalyse über metaphorische Bilder und Symbole, während er durch die phänomenologische Vorgehensweise in der Kunst- und Körperpsychotherapie direkt zugänglich und erlebbar wird. Störungen, die ihre Ursache in einer Traumatisierung vor dem achtzehnten Lebensmonat haben, erreicht man zunächst nur über die therapeutische Arbeit mit Körperwahrnehmungen, weil der Mensch erst nach dieser Zeit seine Symbolisierungsfähigkeit entwickelt. Die in der Körperwahrnehmung bewusst werdenden frühen Erlebnisse ermöglichen eine nachträgliche Symbolisierung, welche im bildnerischen Ausdruck anschaubar und dadurch einer bewussten Verarbeitung zugänglich werden können.

 

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