Familien- und Systemskulpturen

Einführung in die Systemische Kunsttherapie

Nächster Termin: In Kassel 12.-14.04.2019

Michel Foucault (1980) geht davon aus, dass sich Wirklichkeit im menschlichen Beziehungsraum durch Sprache und Denken manifestiert. Die Lebens- und Situationsbeschreibungen von Menschen, auch ihr Verständnis von Individualität wird auf dieser Grundlage als narrativ gebildet verstanden. Diese Narrative können in der Therapie rekonstruiert, bewusst gemacht, dekonstruiert, erweitert und neu erschaffen werden, wenn das Individuum als Teil eines Beziehungssystems (einer Familie, eines Berufszusammenhangs, verschiedener innerer Anteile) verstanden wird, welches prinzipiell verbal oder nonverbal verstehbar ist. Lebensfragen und Probleme werden auf diesem Hintergrund als Phänomene verstanden, die zur Weiterentwicklung des Individuums innerhalb seines Lebenszusammenhangs anregen wollen.
Die Arbeit mit Methaphern und Geschichten und ihre Umsetzung im kreativen Ausdruck regen die Fantasie an und weiten den Blick für die ungesehene Bereiche eines Zusammenhangs. Deshalb wird der künstlerischen Ausdrucksarbeit hier eine hohe Bedeutung beigemessen. In der systemischen Reflexion zum Gebildeten stehen die Beziehungen der Bildanteile zueinander, die Beziehung der SchöpferIn zu ihnen und ihre szenischen Verkörperungen im Raum im Vordergrund der Arbeit.

Das Einführungsseminar vermittelt einen theoretischen und praktischen Zugang zur klassischen System- und Familienaufstellung mit seiner skulpturalen Bedeutung. Die beim Malen oder dem tonplastischen Gestalten entstehenden Artefakte werden in ihrem Beziehungszusammenhang systemisch entschlüsselt und in ihrer Mehrdimensionalität begreifbar. Perspektivwechsel bieten sich an zwischen "Im Bilde-Sein" und "Außerhalb-des-Bildes-Sein", durch "Reframing" (Neue Rahmenbedingungen finden), durch positive Verstärkung bisher ungesehener Aspekte und Bedeutungserweiterungen. Künstlerische Vorerfahrung ist erwünscht, aber für die Teilnahme nicht vorausgesetzt, weil - wie Joseph Beuys sagt - in jedem Menschen ein Künstler oder eine Künstlerin verborgen ist.

Die Teilnahme an diesem Seminar gilt als Voraussetzung  für die Teilnahme an der berufsbegleitenden 
Weiterbildung in Körperorientierter Kunsttherapie , dem Grundstudium im Studiengang Kunsttherapie, am Studiengang Tiefenpsychologische Arbeit mit Bildern oder dem Studiengang Systemische Kunsttherapie. Kosten pro Seminar Euro 270,- / 230,- für Frühbucher bis 4 Wochen vor Seminarbeginn. Die Anmeldefrist mit Zahlung der Kursgebühr endet, wenn nicht anders angegeben (s.o.) jeweils 14 Tage vor Beginn eines Seminars.

Seminarzeiten: Die Wochenenden finden jeweils von Fr. 16 Uhr bis Sonntag 15 Uhr statt. 


Systemische Bindungen -

Die Familienskulptur als heilendes inneres Bild

Aufstellungsseminare als Tagesseminar jeweils einen Tag ab 9:30 Uhr solange es dauert. Nächste Termine: In Kassel auf Anfrage
Anmeldeschluss bis 10 Tage vor Seminarbeginn.
Kosten € 250,-/ 210,- pro Aufstellung je nach Anmeldungszeitpunkt.
Weitere Termine auf Anfrage. Als Einzelthermin möglich.

Für  Praxis-Erfahrene und Aufsteller findet an 5 Samstagen im Jahr eine Intervisionsgruppe statt. Für TeilnehmerInnen psychosozialer Grundberufe wird eine grundständige Weiterbildung in Systemischer Beratung angeboten.

Als Mitglieder einer Gruppe, Familie oder eines Arbeitszusammenhangs sind wir innerhalb bestimmter seelischer Gesetzmäßigkeiten durch unbewusste Beziehungen mit den anderen Mitgliedern der Gruppe verbunden. Verletzungen dieser Beziehungen können innerhalb eines Systems zu generationsübergreifenden, körperlichen und seelischen Störungen führen, die maßgeblichen Anteil am Gelingen und Scheitern unseres Lebensplanes oder unserer Arbeitsaufgaben haben. 

Das unbewusste Beziehungsfeld eine Gruppe zeichnet sich durch seine besondere Flexibilität und Kreativität aus und ist in tiefstem Sinne ein Künstlerisches, welches sich der einzelne Mensch in der Skulpturarbeit der Aufstellung bewusst machen und gestalten kann. Dabei erfährt er eine Grenze seiner Gestaltungsmöglichkeiten ebenso wie erweiterte kreative Lösungen. 

Durch die Aufstellungsarbeit werden die Kräfte erlebbar, die in einem Beziehungssystem oft über mehrere Generationen wirken. Wichtige Beziehungen, schicksalhafte Belastungen oder schwierige Entscheidungen am Arbeitsplatz oder in der Familie erscheinen im "wissenden Feld" der Aufstellung in einem neuen, oft überraschenden Licht und weisen den Weg zu einer guten Lösung für alle Beteiligten. 

Auch  MitarbeiterInnen aus Institutionen, die mit ethischen, sozialen, religiösen und nationalen Konflikten befasst sind, können für ihre Organisation, ihre Mitarbeiter und Klienten neue kreative Lösungsansätze finden, welche die unbewussten persönlichen, sozialen und politischen Entwicklungen einbeziehen.

Bei schweren Krankheiten kann die Aufstellung den tieferen Zusammenhang des Krankheitsgeschehens mit der persönlichen Lebensgeschichte aufdecken und durch eine neue kreative Dimension Entscheidendes zum Gesundungsprozess beitragen.

Im Einzelnen können Sie zu folgenden Anliegen arbeiten:

● Klärung Ihrer Rolle und Ihres Platz in dem System, dem Sie angehören, welches Sie leiten oder beraten.

● Klärung der Beziehungsdynamik Ihres Arbeitsfeldes, Ihrer Gegenwarts- oder Herkunftsfamilie.

● Einblick in die tiefere Dimension von Entscheidungen. 

● Zugang zur menschlichen, wirtschaftlichen, politischen oder kulturellen Geschichte von Systemen und ihren Wirkungen in der Gegenwart.

       Das Miterleben fremder Systeme durch Stellvertreterrollen als teilnehmende Beobachter*in, um Lösungsansätze für  
         eigenes Handeln zu finden und systemisches Denken zu üben.

 

Die Teilnahme an diesem Seminar erweitert die eigene kreative Kompetenz und das persönliche künstlerische Handeln im Lebensalltag. Kosten für Aufstellende pro Seminar: € 250,- /Frühbucher (bis 4 Wochen vor Seminarbeginn) € 210,-. Teilnehmende BeobachterInnen können gegen einen kleinen Unkostenbeitrag am Seminar teilnehmen, wenn sie sich vorher schriftlich zur Teilnahme am gesamten Seminar verpflichten. Kosten für die Intervisionsgruppe auf Anfrage.

Hinter dem Horizont - die Ahnenreihe als Seelenfamilie

   Mit Hilfe von Systemaufstellungen nehmen wir Kontakt zu unseren Vorfahren und den von ihnen ausgehenden positiven Kräfte auf. 
Denn wir sind unbewusst geprägt von dieser besonderen Ahnenreihe der letzten sieben Generationen. Die Bibel spricht hier von
Wirkungen "bis ins siebte Glied".
Die in der Systemaufstellung erlebte Wirkmächtigkeit fassen wir in einem gemalten Bild
zusammen, welches zum Akkumulationspunkt im Hier und Jetzt wird, und uns ein Grundgefühl des Getragen- und Gehaltenseins
zurückgeben kann.

Angeboten werden 2 Seminare, eines für die mütterlichen, und eines für die väterlichen Vorfahren:
Die Muttergenerationen Die Vatergenerationen Termine auf Anfrage.
Kosten für Aufstellende pro Seminar: € 270,- /Frühbucher (bis 4 Wochen vor Seminarbeginn) € 230,-.
Anmeldung schriftlich bis 14 Tage vor Seminarbeginn, siehe http://www.kunsttherapie.net/Seite 7b.htm
Es besteht keine Verpflichtung an beiden Seminaren teilzunehmen. Dies wird aber empfohlen. Diese besondere Seminarreihe
wird im Kalenderjahr nur ein Mal angeboten!

 

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